Rechtsanwaltskanzlei Oliver Knapp

MPU / Führerschein

Im Volksmund heißt die MPU „Idiotentest“. Warum sie so genannt wird, werden wohl nur diejenigen wissen und verstehen, die sie schon einmal durchgemacht haben.

Was ist die „Fahrerlaubnis“?

Der Staat hat das Fahren mit Kraftfahrzeugen auf seinen Straßen grundsätzlich verboten, es sei denn, er erlaubt es dem Bürger. Dann erteilt er eine „Fahrerlaubnis“. Die erste Fahrerlaubnis wird erteilt, wenn man die erforderliche Zahl an Fahrstunden absolviert und die theoretische und praktische Fahrprüfung bestanden hat.

Was ist, wenn man die Fahrerlaubnis verliert ?

Gründe, die Fahrerlaubnis zu verlieren sind z.B.

  • Alkohol und Drogen
  • Zu viele Punkte in Flensburg
  • Sonstige Gründe der „Charakterlichen Ungeeignetheit“
  • Eingetretene körperliche Gebrechen (z.B. nach einem Unfall Beinverlust, Armverlust, Blindheit auf einem Auge)
  • Altersbedingte Fahrunfähigkeit.

Der Entzug der Fahrerlaubnis bezieht sich nur auf führerscheinpflichtige Fahrzeuge. Da die Erlaubnis des Staates, ein Kraftfahrzeug zu fahren, ganz entfallen ist, kann man nirgendwo mehr Auto fahren, auch nicht im Ausland.

Wie bekommt man die Fahrerlaubnis wieder ?

Wer die Fahrerlaubnis entzogen bekommen hat, kann nach Ablauf von etwaigen Sperrfristen die „Wiedererteilung der Fahrerlaubnis“ beantragen.

Derartige Formulare gibt es bei den Führerscheinstellen der zuständigen Gemeinden des Wohnortes. In bestimmten Fällen knüpft der Staat die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis aber daran, dass zunächst die MPU durchgeführt wird.

Was ist eine „MPU“ ?

Wenn der Staat Zweifel bekommt, ob ein bestimmter Autofahrer noch zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist, dann hat er das Recht und die Pflicht, das zu überprüfen.

Das geschieht dann im Rahmen der MPU. Dort werden zunächst die medizinischen Daten des Betroffenen überprüft (z.B. die Leberwerte). Anschließend wird der Betroffenen in einem etwa 20 minütigen Gespräch von einem Psychologen „durchleuchtet“. Dabei soll untersucht werden, ob er zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist. Es ist ausgesprochen schwer, die MPU zu bestehen. Wer erst einmal durchgefallen ist, hat einen dornenreichen Weg vor sich: Er wird die Fahrerlaubnis nur dann wiederbekommen, wenn er irgendwann einmal die MPU besteht.

Wer ein solches Problem hat, sollte immer zu einem Rechtsanwalt gehen, der sich mit dem Verkehrsrecht auskennt. Ohne seinen Rat kann es eine langwierige und sehr teure Angelegenheit für den Betroffenen werden, jemals die MPU zu bestehen und die Fahrerlaubnis wiederzubekommen.

Zurück zum Führerschein!

Für viele, die zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) müssen, ist dieser Schritt mit großen Ängsten, Misstrauen und Unsicherheiten verbunden.

Sie erhalten im Rahmen einer MPU die Chance, die Bedenken der Behörde an Ihrer Fahreignung auszuräumen. Damit ist eines klar: Es ist nicht Aufgabe und schon gar nicht das Ziel unserer Gutachter zu verhindern, dass Sie wieder in den Besitz Ihres Führerscheins kommen.

Im Gegenteil: Sie erhalten während einer MPU ausgiebig Gelegenheit, Ihre persönliche Vorgeschichte, Ihre heutige Situation und die Veränderungen in Ihrem Leben darzustellen. Die MPU läuft daher viel entspannter ab als viele denken.